
Panorama Rechner für verzeichnungsfreie Objektive
Worauf muss bei der Erstellung eines Panoramas geachtet werden
Wie kann der Panorama-Rechner bei diesen Arbeitsschritten unterstützen?
Was heisst das konkret? Der Panorama Rechner ist für verzeichnungsfreie Objektive entwickelt worden. Verzeichnungsfreie Objektive sind so korrigiert, dass das aufgenommen Bild auf dem Sensor möglichst unverzerrt abgebildet wird. Das heisst, dass z.B. eine gerade Hauskannte auch gerade auf der Chip Karte gespeichert wird. Ich weiss, dass viele Panoramafotografen Kugelpanoramen oder auch sphärische Panoramen genannt erstellen, welche mit einem Fischaugen Objektiv mit weinigen Bildern realisiert werden können. Und nun beginnt es etwas kompliziert zu werden. Auf dem Markt werden verschiedene Typen von Fischaugen Objektiven angeboten. Die am meisten verwendeten sind:
Beide Fischaugen Objektivtypen haben irgendwo einen Bildwinkel von 180°.
Der Zirkulartyp nimmt ein Bild über das Linsensystem auf dem Sensor kreisförmig auf. Dabei ist der aufgenommene Bildwinkel allseitig über den Durchmesser 180°. Normalerweise passt das kreisförmig aufgenommene Bild genau auf die Sensorfläche für welches das Objektiv berechnet wurde. Dies ohne dass das Bild beschnitten wird.
Auf der anderen Seite ist der Bildwinkel des Vollformat Fischaugen Objektivs nur über die Sensordiagonale 180°. Der horizontale- und vertikale Bildwinkel dagegen sind kleiner als 180°.

Um 360° mit ausreichender Überlappung abzudecken benötigen beide Fischaugen Objektivtypen weniger Bilder als dies für ein verzeichnungsfreies Objektiv erforderlich wäre. Beispielsweise gibt es 12mm Objektive als Fischauge, aber auch als verzeichnungsfreier Type. Um den Fotografen beim Berechnen der Panoramaparameter nicht irre zu leiten habe ich mich entschlossen, den Panorama Rechner ausschliesslich für verzeichnungsfreie Objektive auszulegen. Ein weiterer Grund ist auch die Tatsache, dass ein mit einem Fishaugen Objektiv aufgenommenes Kugelpanorama nur wenige Einzelbilder benötigt, in der Regel 4 oder einige mehr. Dazu braucht man keinen Rechner. Für die Bestimmung der erforderlichen Anzahl Bilder gibt es für die meisten Kamera / Fischaugen Objektiv Kombinationen genügend Publikationen im World Wide Web.
Meinen Panorama Rechner wurde entwickelt, um die Parameter für mittel- und hochaufgelöste Panoramen zu berechnen.
Die uns durch die digitale Fotografie bekannte Panoramafotografie ist nicht einfach so aus dem Nichts entstanden. Vielmehr hat die Darstellung von Panoramen eine sehr lebhafte Vorgeschichte. Ende des 17. / Anfang des 18. Jahrhunderts hatte die Panoramamalerei ihre Geburtsstunde. Zu diesem Thema findet man im Internet 1) eine sehr informative Studienarbeit von Katja Lindhorst.
1) http://www.grin.com/e-book/111228/die-entwicklung-der-panorama-malerei-vom-19-jahrhundert-bis-heute (Stand: 05.10.2008)
In meiner Beschreibung unterscheide ich zwischen den beiden Panorama-Typen "MultiRow-" oder Mehrreihen-Panoramen und Spherical oder Kugel-Panoramen. Für beide Typen gilt, gute Resultate werden nur durch die Einhaltung einer ausreichenden horizontalen und vertikalen Überlappung zwischen benachbarten Einzelbildern erzielt. Weiter ist eine konstante Belichtung im manuellen Modus zwingend. Nur so kann die Stitch-Software (Software welche die Einzelbilder zu einem Panorama zusammenfügt) allfällige Farbunterschiede ausgleichen. Die Belichtung für das Gesamtpanorama ist so auszulegen, dass das hellste noch zu zeichnende Objekt im Panorama korrekt belichtet wird. Dadurch werden zwangsläufig die dunkleren Bereiche des Panoramas zu dunkel ausfallen. Mit einem Bildbearbeitungs-Programm müssen/können diese Bereiche partiell aufgehellt werden. Dies ist jedoch nur bedingt möglich, weil durch zu starkes Aufhellen unschönes "Bildrauschen" im Bild sichtbar wird. Mit der sich immer mehr verbreitenden HDRI-Technik (High Dynamic Range Imaging) kann dieses Problem umgangen werden, indem für jede Kamera-Position eine Bildreihe mit verschiedenen Verschlusszeiten aufgenommen wird. Spezielle Programme sind mittels "Tone Mapping" imstande, ganze Panoramen aufgenommen mit verschieden Verschlusszeiten, wieder zu einem eigenständigen Panorama zusammen zu führen.
Ein MultRow Panorama ist ein Panorama mit mehreren Reihen und Kolonnen. Die einzelnen Aufnahmen werden mit einer Stitch-Software wie auf einen Zylinder geklebt zusammengefügt. Das Endresultat kann als hochaufgelöstes Bild im Internet oder als grossformatiges Poster ausgedruckt präsentiert werden. Für die Präsentation im Internet eignet sich z.B. die Software "Zoomify", welche in der Standard-Version gratis heruntergeladen werden kann. Der Link kann in der Menüleiste unter Informationen => Links gefunden werden.
Einige der heute auf dem Markt erhältlichen kompakten Digitalkameras besitzen schon in ihrer Grundausstattung nützliche Hilfsmittel für die Erstellung von ansprechenden Panoramen. Im Sucher oder auf der LCD-Anzeige der Kamera wird dem Fotografen in einem speziellen Panorama-Modus ein Teil des vorangegangen Bildes zusammen mit dem als nächstes aufzunehmenden Bild präsentiert. Mit dieser Unterstützung kann eine ausreichende Überlappung zwischen den einzelnen Bildern abgeschätzt und im Panorama berücksichtigt werden. Jedoch verliert man mit dieser Methode sehr schnell die Übersicht. Dennoch ist dieses Vorgehen in vielen Fällen ausreichend. Panoramen mit wenigen Bildreihen und Bildkolonnen können in der Regel sogar aus der Hand fotografiert werden.
Kann das Panorama jedoch nur mit einer Vielzahl von Reihen und Kolonnen erfasst werden, ist für eine kontrollierte Einstellung der Schrittweiten ein Stativ und ein geeigneter Panorama-Kopf unerlässlich. In der Panoramafotografie und im Besonderen bei hochaufgelösten Panoramen, welche dutzende oder sogar hunderte von Aufnahmen erforderlich machen, ist das exakte positionieren des Panorama-Kopfes für die einzelnen Aufnahmen unabdingbar. Ansonsten können die erforderlichen Überlappungen zwischen den einzelnen Bildern möglicherweise nicht eingehalten werden. Als Folge davon kann das Stitch-Programm ungenügend oder gar keine Referenzpunkte zwischen zwei benachbarten Bildern finden. Für homogene Übergänge im Endprodukt sind diese Referenzpunkte jedoch unbedingt erforderlich.
Das Kugel-Panorama setzt sich wie das MultiRow-Panorama aus mehreren Reihen und Kolonnen zusammen. Wie der Name schon sagt, wird die ganze Kugel mit Einzelbildern überdeckt. Der Betrachter selbst befindet sich virtuell im Zentrum der Kugel und navigiert sich mit einer speziellen Software über 360° horizontal und ±90° vertikal im Kugel-Panorama.
Die Erstellung eines Panoramas beschränkt sich nicht nur auf das Fotografieren der einzelnen Bilder. Vielmehr beinhaltet es einen komplexen aber dennoch übersichtlichen Arbeitsablauf. Nachfolgend sind die wichtigsten Punkte dieses Arbeitsablaufes aufgelistet:
| Internet | kleine Auflösung | Weitwinkel-Objektiv |
| Internet (Zoomify) | grosse Auflösung | Tele-Objektiv |
| Grossflächige Plakate | grosse Auflösung | Tele-Objektiv |
Akkus geladen
Chip-Karte leer und für die Aufnahmen ausreichende Kapazität
Kamera, Stativ, Panorama-Kopf
etc.
Die hier zum Verkauf angebotenen Panorama Rechner wurden für das Betriebssystem Windows von Microsoft
entwickelt.
Gute Neuigkeiten für MAC
user! Der Panorama Rechner soll auch auf einem MAC mit Intel CPU und installiertem Wine seine Arbeit verrichten. Weiter Details unter folgenden Links:
http://www.chip.de/downloads/WINE-for-Darwin-and-Mac-OS-X_19426620.html (Deutsch)
http://davidbaumgold.com/tutorials/wine-mac/ (English)
Die hier vorgestellten Panorama-Rechner haben eines gemeinsam. Sie berechnen mit wenigen und bekannten Eingabewerten die erforderliche Parameter für die Erstellung des Panoramas.
Eingabewerte:
Ausgabewerte:
Kugel-Panoramas können mit einem Weitwinkel-Objektiv und wenigen Einzelbildern, aber auch mit einem Tele-Objektive und dutzenden oder gar hunderten von Einzelbildern erstellt werden.